Ungleichheit der Geschlechter in Berlin nun definitiv zementiert

Die Entscheidung zur Vergabe der Schöneberger Linse ist gefallen: das RuT Lesbenwohnprojekt, das durch eine große Solidaritätswelle zum Symbol für Geschlechtergerechtigkeit und lesbische Sichtbarkeit in Berlin geworden ist, steht vor dem Aus. Das Grundstück Schöneberger Linse wird endgültig der Schwulenberatung Berlin zugesprochen.

Bezahlbarer Wohnraum, gemeinschaftliches Wirtschaften mit anderen im nachbarschaftlichen Miteinander: besonders für Frauen sind das existenzielle Themen. Frauen bekommen nicht einmal die Hälfte der Rente, die Männern zur Verfügung steht. (Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) 2017) Das geplante Wohnprojekt hätte zumindest 80 älteren und behinderten Lesben ein Altern in Würde ermöglicht. Daraus wird jetzt nichts.

Wir und mit uns hunderte von Frauen/Lesben unterstützt von Berliner und bundesweiter Community fordern Teilhabe von Lesben an der Gestaltung dieser Stadt. Wir fordern ein klares Signal gegen diese offensichtliche Diskriminierung.weiterlesen

++++++++

Stellungnahme von Dachverband Lesben und Alter e.V. und BISS (Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren) e.V. Die gemeinsame Erklärung ging an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und weitere Politiker_innen  hier lesen